LE BULLETIN DE LA BIPEDIE INITIALE

Editée par le Centre d'Etude et de Recherche sur la Bipédie Initiale :

BIPEDIA

A Review from the STUDY and RESEARCH CENTER for INITIAL BIPEDALISM


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M. François de Sarre,
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Sommaire :

  • ÉTUDE PRÉLIMINAIRE ET PREMIÈRES PHOTOS D'UN PETIT CRÂNE DE TYPE HUMAIN TROUVÉ AU MAROC  
    par  Mohammed ZAROUIT     
    PRELIMINARY STUDY AND FIRST PHOTOGRAPHS OF A SMALL SKULL OF HUMAN TYPE FOUND IN MOROCCO      
  • LES CHEVAUX DE NEPTUNE
    Suivi de :
    LES CHEVAUX CARNASSIERS
    par  Robert DUMONT      
  • Quelques réflexions sur l'origine d'Homo sapiens et les hominidés reliques (  2ème partie )
    par   Fabrice WEHRUNG     
  • LA SILENZIOSA SCOMPARSA DEGLI ANFIBI, LA COSMOLOGICA SCOMPARSA DEI DINOSAURI
    di  Sandro D'ALESSANDRO     
  • DIE ENTSTEHUNG UNSERER KALENDER  ( L'ORIGINE DE NOS CALENDRIERS )
    von  Uwe TOPPER und  Ilya U. TOPPER   
    Traduction française de  François de SARRE     
  • Descripción de cinco especímenes de la especie Felis catus Felidae, Carnivora, Mammalia )   
    por  Juan Pablo ROLÓN   
    Description of five specimens of the species Felis catus Mammalia, Carnivora, Felidae )      
  • REZENSION zum Buch " SIRENES ET HOMMES-MARINS " von Pascal CAZOTTES und François de SARRE
    von  Horst FRIEDRICH      
  • Sam Houston Forest, Texas mai-juin 2005
    Suivi de :
    Bonnes pratiques de recherches
    par  Michèle AQUARON      
  • « Où est donc passé le Moyen-Age ? »
    L'invention de l'ère chrétienne

    Livre gratuit online  par  François de SARRE       
  • Une nouvelle espèce humaine : Homo alaouite
    par  Mohammed ZAROUIT          
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    DIE ENTSTEHUNG UNSERER KALENDER

    von  Uwe TOPPER und  Ilya U. TOPPER

     

      Viele Menschen fragten sich, wie denn unser heutiger Kalender zustandekommen konnte und warum die Monate ungleich lang sind oder warum ausgerechnet der letzte Tag im Februar den Schaltttag trägt. Das sind unwichtige Endprodukte einer langen Entwicklung, die die eigentlichen Vorgänge verschleiert. Was wirklich geschah, ist an den Daten immer noch ablesbar. Daraus ergeben sich weitreichende Schlußfolgerungen.

     

    1. Nordischer Kalender

    ( Kapitel unter Auswertung von O. S. Reuter )

      Im Sommer sehen die Nordeuropäer wenig vom Sternhimmel, nur einige ganz helle Sterne sind für kurze Stunden sichtbar. Entsprechend sind ihre Sternsagen arm und auf die Winterbilder bezogen. Außerdem erschweren die großen Abweichungen der Sonnenauf- und untergänge im Jahreslauf eine Bestimmung der Tageszeit. Es ergeben sich nördlich des Polarkreises sogar Schwierigkeiten, die Tage zu zählen. Gerade dort also wird die Erstellung eines genaugehenden Kalenders besonders wichtig gewesen sein. Wie zählt man die Tage im Hochsommer oder die im Mittwinter ? fragte sich schon der Byzantiner Prokop ( "550 AD", die Daten in Anführungsstrichen dienen nur der Orientierung im konventionellen Bereich, die auch Reuter benützt ; hier S. 18 ) und ließ sich von Nordleuten berichten, wie sie es machten : Der Durchgang des Tagesgestirns durch die Südlinie ( Meridian ) gilt ihnen als das Mittelmaß des 24-Stunden-Tages, erfuhr er. Man hatte dafür festgelegte Beobachtungsorte und Peilpunkte. Deswegen spielt die Nordrichtung eine wichtige Rolle : Dort wo die Sonne im Sommer am tiefsten steht, ist Mitternacht und Beginn des neuen Tages. Das Jahr begann im Winter, wenn die Tage wieder länger wurden.

      Auch Beda Venerabilis schreibt, daß das Jahr für seine heidnischen Vorfahren an Mittwinternacht begann, und daß dieser Tag auf den 25.12. fiel ( was später, als man Beda auf "725" datierte, als Fehler erscheinen mußte, Reuter S. 29 ). Die heidnische Mitternachtsmesse an Weihnachten ist im katholischen Kult erhalten geblieben, und ebenso die Mitternachtsmesse mit Verteilung des neuen Feuers in der Osternacht, die keinen Bezug zur "Historie" des Christus hat.

      Der Tag begann also an Mitternacht und das Jahr an Mittwinternacht, denn dem Norden galt die Nordsüdrichtung ( Meridian ) als der Festpunkt aller Raum- und Zeitbegriffe.

      Anders am Mittelmeer. Der Grieche Hipparch beklagte sich, daß bei ihm die Sonnenwenden so schwierig zu beobachten seien, weil die Sonne in den jeweils vierzig Tagen nahe der Wendepunkte kaum ihre Position verändere. Für die Griechen war daher die Äquinoktie ( Ostaufgang der Sonne ) die geeignete Orientierungslinie, an der sie alles festmachten. Abend ( und Morgen ) waren die Grenzlinien, denn sie blieben ja weitgehend gleich im gesamten Jahr.

      Die räumliche Ordnung hatte kultische Auswirkungen : Der germanische Gerichtsherr betritt den Saal von Norden und sitzt an der nördlichen Langseite ; er schaut nach Süden, von wo der Kläger eintritt. Die griechische Kirche ( Basilika ) hat den Altar an der Schmalseite nach Osten ausgerichtet. Später hat die katholische Kirche in Mitteleuropa gewaltsam ( so steht es in den Chroniken ) die Nordeingänge der Kultgebäude zumauern lassen, später auch die Südeingänge, und durch Anbau einer Apsis die Ostrichtung vorgeschrieben, die im germanischen Norden astronomisch nur als Winkelhalbierende zu ermitteln war. Aus dem Querhaus wurde ein Langhaus, schließlich mit Westeingang. Die Änderung der kultischen Feier muß drastisch gewesen sein. Einige alte romanische Kirchen haben allerdings noch die Nord- und Südeingänge statt des Westportals.

      Der architektonische Wechsel gehört zur Änderung der Liturgie, die auch im Kalender ihren Ausdruck fand. Aus dem zweigeteilten Jahreskreis der Nordleute wurde durch die Einführung der Ost-Westlinie der viergeteilte, das Jahreskreuz, auffällig verbildlicht im irischen Hochkreuz, das noch einen Jahresring trägt ( Abb. ). Der Tag der Herbstgleiche wurde zum Festtag der Kreuzaufrichtung und der Ost-Tag der Sonne, Ostern, zur Kreuzigungsfeier. Daher ist die Bestimmung der Frühlingsgleiche für die Wahl des Ostertages der Kirche so wichtig geworden. Die ursprünglichen Jahreseckpunkte dagegen, die Sonnenwenden, also Johanni und Jul ( Weihnachten ), wurden auf den zweiten Rang verschoben.

      Eine spannende Frage lautet: Warum beginnt unser Kalenderjahr am 1. Januar ? Wenn unser Sonnenjahr auf den nordischen Kalender zurückgeht, was wir annehmen, dann müßte der Jahresanfang ( 1.1. ) bei Einführung des Kalenders mit dem Solstitium ( Wintersonnenwende ) zusammengefallen sein.

     

    2. Die beiden Jahreshälften

    ( nach Herman Wirth, siehe auch Zarnack )

      Ursprünglich wurde das Jahr - das Wort hängt mit ( got. ) Era ( und Ära ) = Umlauf zusammen - in zwei Hälften geteilt. Das kann man an den ältesten Felsgravuren in der ganzen Welt ablesen : ein Kreis, der durch einen senkrechten Strich halbiert wird. An den Schnittpunkten liegen die Sonnenwenden. Diese tragen sprechende Namen, die sich erstaunlicherweise überschneiden : Die Wintersonnenwende heißt Julfest ; dasselbe Wort spiegelt sich im Monatsnamen Juli. Umgekehrt ist der Wintermonat Januar und der Name des dazugehörigen doppelköpfigen Kalendergottes Janus im Sommer wiederzufinden : an Johanni. Heute sind die beiden Daten - Julfest und Johanni - um sieben Tage verschoben gegenüber dem eigentlichen Datum, dem Monatsersten. Der Monatsname gilt nämlich ursprünglich für den 1. Tag des Monats. "Maifeiertag" ist der 1. Mai ; so benutzen auch heute noch die marokkanischen Berber den Monatsnamen für den 1. Tag des Monats, und der römische Gott Janus symbolisiert immer den 1. Januar.

      In einer frühen Stufe, als die Sonnenwenden noch nicht um eine Woche aus dem Lot gekommen waren, wurde also das Julfest am Janus gefeiert und am ( 1. ) Juli das Johanni-Fest. Wahrscheinlich gehen beide Wörter auf eine gemeinsame Wurzel zurück, drücken aber meist zwei verschiedene Ideen aus : Jan oder Johann bedeutet Jahr ( lat. Annus, arab. Sana ), Jul ist das Wort für Sonne oder für den Sonnengott, im griechischen Helios, deutsch Holle, lateinisch Sol.

      Daher auch der Name Halljahr, auch Jubeljahr, wohl verballhornt von Jul-Jahr, das alle fünfzig Jahre gefeiert wurde. Heutzutage kennen wir es als das alttestamentliche Jahr des Schuldenerlasses ; in der katholischen Kirche werden in diesem Jahr alle Sünden erlassen. Die Herkunft dieses Begriffes muß aber älter sein ( schon weil ein wirklicher Schuldenerlaß alle 50 Jahre wirtschaftlich gar nicht vorstellbar ist ). Wahrscheinlich handelte es sich um ein Hell-Jahr oder Helios-Jahr, an dem der Sonnenstand gemessen und das genaue Datum des Julfestes überprüft wurde. Bei einem Jahr von 365¼ Tagen mußte man natürlich nur alle hundert Jahre, ( genauer : alle 128 Jahre ) einen Tag korrigieren ( nämlich einen Schalttag ausfallen lassen ) aber man hätte schwerlich eine Beobachtungsregel von Generation zu Generation weitergeben können, wenn man sie nur alle hundert Jahre einmal ausübte.

      Wahrscheinlich gehört dazu auch der Brauch der Johannisfeuer, die noch heute von Schweden über Deutschland bis Spanien entzündet werden : Durch das weithin sichtbare Feuer konnte damals von Dorf zu Dorf über einen ganzen Kontinent hinweg das genaue Datum der Sonnenwende bekannt gegeben werden, wobei sich der Kalender "für alle Welt" synchronisierte. Das isländische Althing fand am 24.6. ( Johanni ) statt, zu seinen Aufgaben gehörte die jährliche Aussage über den Kalender und den nächsten Schalttag.

     

    3. Drei Jahresanfänge

      Der Jahresanfang, 1. Januar, markierte also ursprünglich die Wintersonnenwende. Unsere frühere Annahme ( 1977, S. 104 ), daß damit der Punkt des Perihel ( Sonnennähe ) bezeichnet worden wäre, hat sich als falsch erwiesen, da das Perihel sich verschiebt.

      Den ursprünglichen Frühlingsbeginn am 1. April ( entsprechend zum Sonnwendtag am 1. Januar ) kann man heute noch ablesen am Beginn des Steuerjahres in Deutschland, an der Lehrlingseinstellung und den beliebten Aprilscherzen ( in Frankreich : poisson d'avril ).

      In unseren Kalendern gibt es zwei Daten für Wintersonnenwende : 25. Dezember ( als Julfest ) und heutiges astronomisches Datum : 22. Dezember. Was hat diese Staffelung verursacht ? Verschiebt sich das Solstitium ?

      Seit der Einführung des sehr genau gehenden gregorianischen Kalenders verschiebt sich das Solstitium nicht mehr, es bleibt jetzt am 22. Dezember ( außer durch das Schaltjahr, wodurch es auf den 21.12. fällt ). Im julianischen Kalender ist das Jahr um 11 Minuten länger als das tatsächliche Sonnenjahr ( tropisches Jahr ), dadurch verschiebt sich das Solstitium rückwärts. Der Unterschied beträgt in 400 Jahren drei Tage, genauer : in 128 Jahren einen ganzen Tag.

      Warum heißt der julianische Kalender so ? Der Name muß uralt sein ( Julkalender ) und einfach "Sonnenkalender" bedeuten. Später setzte dann Cäsar ( traditionell "45 v. Chr.", vermutlich im 13. Jh. ) diesen Julkalender für die römische Verwaltung ein, was als seine große Kulturtat angesehen wurde, verbunden mit seinem Zunamen Julius. Er veränderte ihn allerdings sehr ungünstig ( folgt unten ).

      Es wurde sogar ein Papst "Sankt Julius I" erfunden, der "ab 337" regierte und "die orthodoxe Kirche dazu brachte, das Weihnachtsfest vom 6. Januar auf den 25.12. zu verlegen". Der konstruierte Zusammenhang zwischen dem Namen Julius und dem Sonnwendfest ist hier offensichtlich. Die Heilige Julia wird zwar nicht in diesen Kalenderzusammenhang gebracht, ist aber als einzige katholische Heilige, die als gekreuzigt dargestellt wird, ein Gegenstück zu Jesus, dessen Geburt ja auf das Julfest gelegt wurde. Es sind fast ein Dutzend Tage den verschiedensten "Sankt Juliussen" geweiht sind, unter anderem der 1. Juli.

      Auch Julius Cäsar wird direkt am Ostertag betrauert worden sein, die Ermordung des Weltherrschers an den Iden des März ( 15.3. ) wurde wohl in der mit dem Mondkalender verquickten Tageszählung als Frühlingsbeginn ( Äquinoktie ) zusammengelegt. Wie der eigentliche Frühlingsbeginn vom 25.3. ( seit Basel 1439 Jesu Empfängnis bzw. Mariä Verkündigung ) auf den 15.3. verrutschte, wird unten erklärt.

      Im julianischen Kalender wäre ( wegen der oben beschriebenen Verschiebung ) das Solstitium im 15. Jh auf den 23.12., im 14. Jh auf den 24. und im 13. Jh. auf den 25.12. gefallen, d.h. das Weihnachtsfest am 25.12. stimmte mit der Wintersonnenwende überein ( bei den Römern Sol invictus genannt, die unbesiegbare Sonne ). Das würde bedeuten, daß im 13. Jh dieses Datum letztmals weithin bekanntgegeben wurde und sich mindestens in Nordeuropa durchsetzte, danach aber nicht wieder verändert wurde. Der Unterschied von diesem fixierten Sonnwendfest zum 1. Januar beträgt sieben Tage.

     

    4. Der Präzessionssprung

      In unserem ( neuen ) Geschichtsmodell gibt es in geschichtlicher Zeit mehrere kosmische Katastrophen, durch die - u.a. - eine Verschiebung der Sonnwenddaten erfolgen konnte. Andere Maße der Erdbewegung änderten sich dabei nicht erheblich, die Schrägneigung von etwa 23° zur Bahnebene blieb erhalten, die Umlaufgeschwindigkeit ebenfalls.

      Die Erde dreht sich - immer von oberhalb des Nordpols aus betrachtet - um sich selbst linksherum und auf der Bahn um die Sonne ebenfalls linksherum, aber die Präzessionsbewegung läuft rückwärts, rechtsherum ( daher der Name Präzession : Rückwärtslauf ). Bei einem kosmisch ausgelösten Ruck springt die Achse in der gleichen Richtung ( rückwärts ) um einen bestimmten Betrag, so daß die Sonnenwende um eine entsprechende Anzahl Tage eher stattfindet ( siehe Modellbild unten ).

     

     

      Dieses Ereignis, das in der Erdgeschichte mehrmals vorgekommen sein dürfte, entspricht der von den Anhängern der Lyellschen Theorie als regelmäßig fortschreitende Konstante gedachten Präzession.

      Im Gegensatz dazu vollzieht sich in unserer Katastrophenvorstellung diese Bewegung manchmal auch ruckartig und ist darum zur Datierung früherer Zeitalter nicht geeignet, wenn der Sprung nicht an kulturellen Zeugnissen abgelesen werden kann.

      Den Sprung wird man seinerzeit bald festgestellt haben, einerseits an den verschobenen Solstitien, andererseits bei genauer Sternbeobachtung am verschobenen Tierkreiszeichen, und schließlich wird beim Ereignis selbst der Tag ( oder die Nacht ) um einen merklichen Betrag länger gewesen sein, erhalten in berberisch-sufischer Überlieferung wie auch im Rolandslied und in einem Zitat, das in den Josuabericht im Alten Testament eingefügt ist.

      Die Schwankungen der Erdbewegung, die vermutlich nach den kosmischen Katastrophen eine Zeitlang auftraten, gaben Anlaß zu Beunruhigung und zwangen die Verantwortlichen, den Himmel genau zu beobachten, weshalb ein ausgefeiltes astronomisches Wissen entwickelt und ein genauer Kalender aufgestellt wurden, wenn man aus wirtschaftlichen Gründen auf den jahreszeitlichen Zusammenhang nicht verzichten konnte ( zum Mondkalender siehe unten ). Wenn wir dem julianischen Kalender rund 700 Jahre mindestens zugestehen, dann dürfte damit auch klargestellt sein, daß sich trotz aller Schwankungen ( die zu Cusanus Zeit noch beachtlich gewesen sein müssen ) doch auf lange Sicht die etwa gleiche Jahreslänge wie heute stabilisierte. Mit dieser Feststellung, die einer allgemein angenommenen Voraussetzung gleichläuft, können wir bis zur vermuteten Einführung des julianischen Kalenders zurückrechnen. Die Länge des julianischen Jahres stimmt mit der von Dschellali für Malik Schah ( "466 Hedschra" = "1074 AD", vielleicht vor 6-700 Jahren belegbar ) errechneten Jahreslänge praktisch überein, womit eine längerwährende Stabilität akzeptabel erscheint. ( Topper, EG S.71, Quelle Enz. Isl. )

      Eine durchgehende Jahreszählung im Bereich des Julianischen Kalenders scheint ( vor 1500 ) nicht stattgefunden zu haben, fast alle nachprüfbaren Datierungsweisen zeigten sich als nachträglich errechnete Zahlenwerte ( hierzu auch Ideler, mit dem man bis etwa 1450 zurückgehen kann ). Daran ändern auch nichts die Berichte von den Säkularfeiern der Römer ( die alle 110 Jahre abgehalten wurden, siehe Altheim, Bd. 3, S. 131 ) oder gar von der Jahrtausendfeier der Ewigen Stadt ( "248 AD" ) unter Kaiser Philippus Arabs ( ebendort S. 134 ), denn sie haben allesamt nur literarischen Charakter ; ihre zeitliche Einordnung bleibt ungewiß.

      Dagegen möchten wir die Jahrtausendwende des Joachim von Fiore ( "ERA 1000" = "1260 AD", Topper, EG, S.144 ) als relativ datierbare Bezeugung eines kosmischen Ereignisses ansehen und mit dem vorletzten katastrophischen Umsturz, einer Präzessionsverschiebung der Erde, gleichsetzen, wobei ein Abstand von 750 Jahren vor heute möglich sein kann ( siehe Zeichnung : Kalendersprünge der letzten 750 Jahre ).

      Mit dem Jahrtausendwahn ging allezeit auch eine Siebener-Zählung einher, wie im orientalischen Schöpfungsbericht vorgegeben und in mystischen Schriften des Hochmittelalters weitergeführt ( Topper, GA, S.138 ) : die Schöpfungswoche als Maßstab für den Bestand der Welt. Sieben Tage gleich sieben Jahrtausende soll die Welt erhalten bleiben, glaubten die Monotheisten. Die Verbindung der Woche mit der Katastrophe ist uns Hinweis darauf, daß die Einführung dieses Zeitabschnittes als Maß mit einem kosmischen Ereignis zusammenhängt. Die Scholastiker haben ihren Anteil an diesen Spekulationen ( Topper, ZF, S.126 ), und die strenge Sabbatruhe der jüdischen Religion besonders. Saturn gilt als der Schuldige, ihm zuliebe darf man keine gefahrbringende Handlung ausführen, wie etwa Licht anzünden, denn er könnte sich grausamst rächen. Der lateinische Gott Saturn wird übrigens mit dem griechischen Kronos ( auch Chronos ) gleichgesetzt und direkt als Sinnbild der Zeit verstanden. Der Samstag ( engl. Saturday ) ist der letzte der sieben Tage, erst am Sonntag werden öffentliche kultische Feiern möglich ; um Saturn nicht zu nennen, hat der Samstag im Deutschen auch den schamhaften Namen Sonnabend. Die Woche beginnt nicht etwa mit dem Montag, sondern mit dem Sonntag, wie man noch heute im Portugiesischen oder Arabischen ablesen kann, wo der Montag einfach "Zweiter" heißt, der Dienstag "Dritter" usw. Auch der deutsche Mittwoch steht nur dann mitten in der Woche, wenn diese mit dem Sonntag beginnt.

      Da das Ereignis kosmischer Natur war, lag es nahe, den ersten Tag der Woche dem Himmelskörper zu weihen, an dem sich der Sprung verdeutlicht hatte : der Sonne. Der nächste Tag erinnerte dann - vielleicht vorsichtshalber - an den zweithellsten Körper, den Mond, und die restlichen Tage wurden bestimmten Gottheiten geweiht, die mit Planeten gleichgesetzt wurden, wie man es in den romanischen Sprachen findet ( Mars gehört zum Dienstag ( französisch Mardi ), Merkur zum Mittwoch ( Mercredi ), Jupiter zum Donnerstag ( Jeudi ), Venus zum Freitag ( Vendredi ) und Saturn zum "Sams"-tag, obwohl dieser Tag oft nur der "siebte" ( Sabbat ) genannt wird.

      Der Name "Woche" gehört wohl zum Wort Wache, bezeichnet also einen bestimmten Zeitabschnitt wie Vigilia im Lateinischen. In romanischen Sprachen nimmt das Wort ( semaine, settimana, semana ) einfach nur Bezug auf die Zahl sieben, ebenso im Arabischen. Im frühen Latein gibt es kein Wort für Woche, man benutzt heute das griechische Konstrukt Hebdomas.

      In Island rechnete man ( wir folgen wieder Reuter ) zu einer gewissen heidnischen Zeit ( "ab 870" ) das Jahr mit 52 Wochen ( 364 Tage ). Deswegen mußte man zusätzlich alle sieben Jahre eine Woche insgesamt einschalten. Diese Schaltregel, die auf Beobachtung beruhte, wurde durch Thorstein Surt in Westisland "um 955" eingeführt, und zwar empfahl er außerdem die genaue Beobachtung des Sonnenlaufs, weil später auch mal in kürzerem Zeitraum zu schalten wäre. ( Er wußte demnach die genaue Jahreslänge ).

      Dabei hatte ein Jahr 13 Monate, ein Monat vier Wochen und ein Halbjahr 26 Wochen. Jeder Monat und jedes Halbjahr begann also mit dem gleichen Wochentag. Das müßte u. E. stets Sonntag gewesen sein. Reuter nimmt den Donnerstag an, denn Thor war der Hochgott der Isländer, wie in der Edda ( Grimnismal u.a. ) unmißverständlich ausgedrückt wird. ( Die Berber halten am Donnerstag noch heute fest. ) Dieses Wochenjahr scheint über ganz Nordeuropa verbreitet gewesen zu sein, wie viele Sprüche und Rätsel bezeugen : der Baum mit den 13 Ästen, der in jedem Ast vier Nester hat und in jedem Nest sieben Junge. Noch Dürer nennt 1508 die 13 Monate des Jahres in einem Brief an Jakob Heller ( Reuter S. 27 ).

      Da zahlreiche Kalender benützt wurden - in islamischen Ländern sind noch heute vier Kalender anerkannt ( der Mondkalender, der gregorianische, der julianische Bauernkalender und der jüdische ) - war es für Handel und Kult sehr praktisch, die Woche als universelles Zeitmaß zu benützen, das allen gemeinsam ist.

      Eine Zeiteinteilung in sieben Tage ist allerdings so merkwürdig, daß man sie mit herkömmlichen Ideen nicht erklären kann. Am ehesten ist anzunehmen, daß ein einmaliges kosmisches Ereignis - eine Verschiebung der Sonnenwende um 7 Tage - bestimmte Völker ( übrigens auch die Tibeter ) dazu brachte, aus heiliger Scheu heraus diesem Zeitmaß eine Bedeutsamkeit zuzusprechen.

      Wenn die Woche das Ergebnis eines kosmischen Sprungs ist, der den Kalender gegenüber den an den Solstitien geeichten Daten um sieben Tage verschob, bedeutet das einen um sieben Grad verschobenen Sternhintergrund bzw. einen um eine Woche eher eintretenden Sonnwendtag. Die Wintersonnenwende lag dann nicht mehr am 1.1. sondern am 25.12.

      Da wir vorhin rückberechnet hatten, daß im 13. Jh. wohl letztmals für alle gemeinsam das Winterfest am 25.12. abgehalten wurde, halten wir diesen Wocheneinschnitt um "1260" auch aus diesem Grunde für wahrscheinlich.

     

    5. Gregors Kalenderreform

      Heute läge das Wintersolstitium natürlich nicht mehr am 25.12., sondern fast sechs Tage eher, wenn der Kalender seit damals in derselben Form beibehalten worden und kein weiterer Sprung passiert wäre. Das aber ist nicht der Fall : Papst Gregor ließ zehn Tage überspringen - auf den 4. folgte der 15. Oktober 1582 - um so die Jahreseckpunkte um diesen Zeitraum zu verschieben. Er tat dies, den Historikern zufolge, weil nach den damaligen Beobachtungen die Frühlingsgleiche am 11.3. stattfand ( das entspräche einer Wintersonnenwende am 12.12. ) ; er wollte nun dieses Datum zurückholen auf den "richtigen" Tag, den 21.3., an dem es angeblich von den Kirchenvätern von Nizäa gefeiert wurde.

      Natürlich fragt man sich sofort, wieso der 21.3. ein "geeignetes" Datum sei oder warum dieses von den Kirchenvätern gewählt worden war. Offensichtlich kann es sich dabei nur um eine Tatsache handeln, deren Ursachen nicht erklärt werden sollten. Wenn wir nicht von der herkömmlichen Anschauung ausgehen, die diese Verschiebung von zehn Tagen durch den Verlauf von 1260 Jahren erklärt, aber auch keinen Grund dafür finden können, warum die Sonnenwende auf den 22.12. oder - 300 Jahre eher - auf den 25.12. gelegt wurde statt auf einen Monatsanfang, dann muß es sich hier um einen weiteren Präzessionssprung handeln.

      Dieser zweite Sprung muß zehn Tage betragen haben, und diese zehn Tage wurden von Gregor durch den Kalendersprung rückgängig gemacht. Daß damit das heidnische Sonnwendfest auf dem 25.12. trotzdem nicht wieder auf das Solstitium zu liegen kam, beruht auf der Ungenauigkeit des julianischen Kalenders, der in den verflossenen 300 Jahren um etwa drei Tage falsch gelaufen war. Diese Tage wurden von Gregor nicht korrigiert: den Kirchenleuten waren die augenblicklichen astronomischen Daten gleichgültig.

     

     

      Wichtig war bei der Reform, die Situation des Kalenders zur Zeit der angeblichen Kirchengründung wieder herzustellen.

      Im fortlaufenden ( heute noch weit verbreiteten ) julianischen Kalender fällt die Mittwinternacht inzwischen auf den 9. Dezember, was mit unserer Rechnung übereinstimmt : rund sechs Tage Verschiebung durch den Schaltfehler und zehn Tage durch den Sprung ergibt ( 9 plus 16 ) den 25. Dezember.

      Dieser zweite Sprung, der von zehn Tagen, erfolgte vermutlich nur 200 Jahre vor Gregor, etwa um 1350, was durch Christoph Marx als "letzter großer Ruck" bezeichnet worden ist.

      Die Verschiebung der Sonnenwende vom 1. Januar auf den 25.12. war offensichtlich schon früher geschehen und konnte nicht mehr korrigiert werden ; die Woche als Grundmaß hatte sich bereits durchgesetzt und das Wintersonnwendfest war auf den 25.12. fixiert.

      Erste Entwürfe zu einer Kalenderreform sollen ( laut Ideler ) schon auf dem Konzil zu Kostnitz ( Konstanz ) gemacht worden sein, auf dem Basler Konzil sind sie schon konkreter geworden : Kardinal Nikolaus Cusanus schlug vor, daß einige Tage ( eine Woche oder mehr ) ausgelassen werden sollten, um die frühere Situation wieder zu bekommen. Obwohl sich dieser Vorschlag nicht durchsetzte und keine Korrektur vorgenommen wurde, legte man im 15. Jh doch fest, an welchen Tagen die wichtigen astronomischen Daten der Sonnenwende und Nachtgleichen stattfanden : Der 13. Dezember - damals Wintersonnenwende - ist bis heute der heiligen Luzia geweiht, offensichtlich eine Lichtgöttin ( Luz = Licht ), und der gegenüberliegende Sommertag, der 13. Juni, ist durch einen sehr wichtigen Heiligen gekennzeichnet, den heiligen Antonius mit den beiden Raben ( wie Wodan ) ( siehe hierzu das Schema unten ).

     

     

      Der Gregorstag am 12. März als Schulanfang mit seinen heidnisch-karnevalistischen Bräuchen bezeichnet die Frühlingsgleiche. Ob Papst Gregor, der die Kalenderreform endlich durchsetzte, seinen Papstnamen daher bekam, wäre Spekulation.

      Der heilige Georg ( das ist unbedingt derselbe wie Gregor ) ist ein Drachentöter wie Michael und damit direkt katastrophistisch vereinnahmt. Und auch der Herbstanfang am 14.9. ist markiert : dieser Tag ist der Kreuzerhöhung geweiht. Das Kreuz als Jahressymbol...

      Die vier Eck-Tage liegen neun Tage vor den heutigen Daten, müssen also etwa 100-150 Jahre vor Gregor XIII eingeführt worden sein, als der Unterschied zwischen dem julianischen Kalender und den astronomischen Daten noch einen Tag geringer war als zu Gregors Zeit. Diese Heiligen wurden später einfach vom julianischen Kalender ihrem Datum gemäß in den gregorianischen übernommen, ohne daß dabei die kosmische Situation berücksichtigt worden wäre.

      Reuter berichtet ( S. 20 ff ) auch über eine ganz konkrete Beobachtung des Jahreslaufs auf Island : Oddi Helgason war ein Sternbeobachter, der auf einem Gehöft auf einer Insel in Nordisland ( 66°10' ) im "Ausgang des 10. Jh." lebte, was leider nur in einer kirchlichen ( also lateinischen ) Überlieferung, des "12 Jh." vorliegt. ( Die Verlegung ins "späte 10. Jh." mußte sein, sonst wäre er kein Heide mehr gewesen, denn "im Jahr 1000 nahm Island das Christentum an". )

      Dieser Text ist in drei Teilen erhalten, von denen Reuter leider nur den zweiten und dritten bespricht. Der erste Teil "setzt die neue kirchliche Zeitrechnung von 365¼ Tagen in Beziehung zum isländisch-norwegischen Jahre und erläutert, wie sich die wirklichen, dem Norden geläufigen und auch von Oddi richtig beobachteten wahren Jahrpunkte ( Wenden und Gleichen ) in dem neuen, julianischen Schaltkreis von vier Jahren verschieben. Die Erörterung ist scharfsinnig und richtig gedacht. Die Frage ist ohne fremdes Vorbild gestellt, weil sie nur im Zusammenprall dieser beiden Zeitrechnungen entstehen konnte und Sinn hatte."

      Reuter hat es erfaßt : Die Frage ist nachträglich künstlich erörtert. Oddi beobachtete die Jahrespunkte, die Kirche bestimmte sie mathematisch. Mehr sagt er leider nicht zu diesem Punkt, wichtig wäre, die Quelle zu finden.

      Zu erklären wäre noch, warum der angebliche "Julius" Cäsar den vorhandenen Kalender neu einrichtete, indem er die ideal gleichlangen 12 Monate von 30 Tagen ungleich machte. Cäsars Benennung der Monate der zweiten Jahreshälfte ( September=siebter, Oktober=achter, November=neunter und Dezember=zehnter Monat ) ist ja in praktisch allen europäischen Sprachen und auch im Berberischen erhalten geblieben. Den Neujahrstag verlegte er auf den 1. März, den Beginn des Ackerbaujahres, an dem noch heute berberische Feste gefeiert werden. Bei dieser Regelung wurde der Schalttag an den Schluß des zu kurzen Februar angehängt, was ebenfalls bis heute blieb. Das Hauptanliegen scheint die Verteilung der fünf Saturnalientage gewesen zu sein, die wegen ihrer unmoralischen Festlichkeiten unterdrückt werden sollten. Die ungleichen Monatslängen erhielten sich ebenfalls. Sie entstanden aus der Verteilung der Saturnalientage auf einzelne Monate in abwechselndem Rhythmus, der nach Augustus noch einmal geändert wurde.

      Kalendas heißt jeweils der erste Tag des julianischen Monats, und dieses ist das einzige lateinische Wort, das mit K geschrieben wird, also ganz sicher ein Fremdwort. Es bedeutet eigentlich "Herumwandern, sich im Kreise drehen", weshalb die tanzenden Derwische Kalender genannt werden. Auch Idus ( =Monatsmitte ) dürfte nicht lateinischen Ursprungs sein, aber ob es mit deutsch (w)ieder zusammenhängt oder mit arabisch 'Id ( Fest, die Wurzel dieses Wortes ist 'ada, wiederkehren ), ist unsicher. Der Jahresanfang variierte in Italien beträchtlich, wurde aber nach Gregor wieder auf den 1.1. ( Janustag ) zurückverlegt.

     

    6. Der Mondkalender

      Nach einer Katastrophe war der Sonnenkalender dermaßen aus dem Lot gekommen, daß er seine Funktion nicht mehr erfüllte. Bestimmte Völker in südlichen Breiten, in denen der Sonnenstand ohnehin nicht die gleiche Wichtigkeit hatte wie im Norden, einigten sich darauf, provisorisch den Mondumlauf zur Grundlage des Kalenders zu machen. Das Datum war nun ganz leicht zu beobachten, hatte aber den Nachteil, daß es gegenüber den Jahreszeiten jährlich um elf-einhalb Tage wanderte. Das mußte man durch einen Schaltmonat ausgleichen, der alle zwei oder drei Jahre eingefügt wurde, so wie es noch heute beim jüdischen Kalender der Fall ist.

      Auch der arabische Mondkalender war früher so angelegt, und dem Schaltmonat kam eine bestimmte religiöse Bedeutung zu. Der Überlieferung gemäß wollte der Prophet Mohammed diese Riten ausschalten und ließ daher den ganzen Monat fallen, worauf auch ein Koranvers hinweist : "Zwölf Monate hat Gott angeordnet, und vier davon sind heilig", was bewußt den Schaltmonat ausschließt. Dadurch fing das Kalenderjahr natürlich an, sich zu verschieben, und so kommt es, daß heute der Fastenmonat Ramadan durch alle Jahreszeiten wandert, während er früher dem September entsprach, wobei das Fasten tagsüber wegen der großen Hitze und des Wassermangels ganz einfach eine Sparmaßnahme war, eine Art Sommerschlaf. Wie einige Monatsnamen anzeigen, entsprach in diesem vorislamischen Modell der erste Monat, Muharram ( "der geheiligte" ), dem Januar, die beiden Monate Rabi' I und Rabi' II ( "Frühling I" und "Frühling II" ) dem März und April, und der letzte, Dhul Hijja ( "der der Pilgerfahrt" ) dem Dezember, woraus man ablesen kann, daß die Julversammlung wohl früher auch in südlichen Breiten abgehalten wurde.

      Wichtig ist der Mondkalender in unserem Zusammenhang nur für einen Punkt : die Festlegung des kirchlichen Osterfestes, das nach der Kirchenbildung nicht mehr am Tag der Frühlingsgleiche gefeiert werden sollte, sondern entsprechend dem jüdischen Passah nach dem Vollmond danach ( und zwar am darauffolgenden Sonntag ). Diese Regelung bildet den anderen wichtigen Bestandtel der gregorianischen Reform.

      Die Epaktenrechnung der Kirche, die den Osterzyklus bestimmt und damit eine Abhängigkeit des Mondjahres vom Sonnenjahr schafft, verlief im Norden nach einer einfacheren Regel, nämlich im Achtjahreszyklus : Nach 99 Mondumläufen, in deren Zeitraum drei Jahre je 13 Vollmonde und die übrigen fünf Jahre nur zwölf Monde hatten, fiel der Vollmond wieder auf den Jahresanfang. Die Ungenauigkeit von anderthalb Tagen wurde durch Beobachtung ausgegrenzt, die Schaltung beim Thing alljährlich verkündet. Auf diesen Rhythmus gingen auch die griechischen Kultspiele zurück, die später statt nach acht Jahren schon nach der halben Zeit, nach 50 Mondumläufen, abgehalten wurden ( Olympiaden ). Den Griechen ging es nämlich nicht um den Vollmond, sie hatten diese Regel nur übernommen. Im Norden gab es keinen Mondkult, sondern es war reine Notwendigkeit ( schreibt Reuter S.34 ), den Vollmond vorherbestimmen zu können, weil man in den dunklen Monaten für die Opfer zum Julfest und zum Disenfest ( im Januar ) das Vollmondlicht brauchte, wie überhaupt die Aufstellung eines genaugehenden Kalenders im Norden rein praktische Gründe hatte, und zwar weniger für den Ackerbau als vielmehr für den Fischfang : die Schwärme halten genaue Durchzugszeiten ein, und wenn man die versäumt, verhungert man. Wegen der bei bedecktem Himmel oft nicht sichtbaren Gestirne benützte man einen an Ebbe und Flut orientierten und ans Sonnenjahr gebundenen Mondkalender an der Küste.


     

    7. Kalender: Zeittafel

     

    Jul-Kalender bis 13. Jh.

    Allgemeiner Sonnenkalender von 365¼ Tagen12 Monate zu 30 Tagen und 5 ( bzw.6 ) Feiertage am Ende.
    Wintersonnenwende am 1. Januar, Sommersonnenwende am 1. Juli.
    Es finden regelmäßig Korrekturen statt.


    Vorletzte kosmische Katastrophe ( "1260" )

    Das Solstitium verschiebt sich und findet 7 Tage eher statt.
    Die Woche wird eingeführt. 52-Wochenkalender in Nordeuropa. Saturnalien im Latium.
    Man zählt die Tage unverändert weiter.
    Letzte Fixierung des Sonnwendfestes für ganz Europa am 25. Dezember.


    Julianischer Kalender

    Cäsar ordnet die Monatstage neu und legt den Jahresbeginn auf den 1. März., was später wieder entfällt.
    Der Schalttag am 29.2. und die ungleiche Verteilung der Monatslängen mit 31. Dezember nach der Augusteischen Änderung bleiben erhalten.


    Letzte kosmische Katastrophe ( "1350" )

    Das Solstitium verschiebt sich ruckartig und findet 10 Tage eher statt : am 14. Dezember.
    Die Megalithkultur geht zugrunde. Das Wissen um die Jahreskorrektur geht verloren.
    Das Sonnwendfest bleibt am 25. Dezember.
    100 Jahre später liegt Solstitium am 13. Dezember.
    1430 : Kusanus berechnet das Jahr.
    Kusanus legt die Eckdaten fest: 13.12. Santa Luzia; 12.3. "Sankt Gregor" ( eigentlich Ostertag ) ;
    13.6. Antonius ; 14. 9. Kreuzerhöhung.


    1582 : Gregor XIII reformiert das Jahr

    Der Frühlingspunkt wird am 11. März beobachtet ( entsprechend dem Solstitium am 12. Dezember ).
    Es wird ein 10-Tage-Sprung duchgeführt, um den letzten Ruck rückgängig zu machen.
    Solstitium liegt nun auf dem 22. Dezember, Frühlingsbeginn auf dem 21.März.
    Dieser Gregorianische Kalender setzt sich in den nächsten Jahrhunderten durch.

    Der Julianische Kalender bleibt in Gebrauch in der gesamten orthodoxen Kirche und in Nordafrika und verschiebt sich weiterhin um ¾ Tage pro Jahrhundert, so daß heute Solstitium am 9. Dezember liegt.


     

    Literatur

     

    Altheim, Franz ( 1943 ) : Die Krise der Alten Welt ( 3 Bde., Berlin )

    Ideler, Ludwig ( 1826 ) : Handbuch zur mathematischen und technischen Chronologie (2. Bde., Berlin )

    Marx, Christoph ( 1993 ) : Datieren vor der Gregorianischen Kalenderreform in : Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart 3/93, S.38ff ( Gräfelfing )

    Reuter, Otto Sigfrid ( 1936 ) : Germanische Himmelskunde ( J. F. Lehmanns, München )

    Topper, Ilya Ullrich ( 1998 ) : Apuntes sobre la era árabe en el contexto mediterráneo in : "Al-Andalus - Maghreb" III, Homenaje a Braulio Justel Calabozo ( Univ. Cádiz )

    Topper, Uwe ( 1977 ) : Das Erbe der Giganten ( Olten )
    ( 1995 ) : Eine Polsprungmythe in berberisch-sufischer Überlieferung in : Zeitensprünge 1/95 ( Gräfelfing )
    GA : ( 1998 ) : Die Große Aktion ( Tübingen )
    EG : ( 1999 ) : Erfundene Geschichte ( München )
    FG : ( 2001 ) : Fälschungen der Geschichte ( München )
    ZF : ( 2003 ) : ZeitFälschung. Es begann mit der Renaissance ( München )

    Wirth, Herman ( 1927 ) : Der Aufgang der Menschheit ( Jena )
    ( 1931-1936 ) : Die Heilige Urschrift der Menschheit ( Jena )

    Zarnack, Wolfram ( 1997 ) Hel, Jus und Apoll / Sonnen-Jahr und Feuer-Welle: Wurzeln des Christentums. Eine sprach- und symbolgeschichtliche Skizze ( Selbstverlag, Göttingen ) ( 2000 ) : Die Geburt der Zeit in Europa ( Vortrag im Okt. 2000 in Waren ) in : Ur-Europa-Jahrbuch 2001, S.3-30 ( Westensee )

     

    Dank für die treue Mithilfe gebührt Alexander TOPPER

    Alle Zeichnungen von Ilya U. TOPPER

     

    Zuerst veröffentlicht in : Efodon-Synesis N° 4, Juli 2004 ( Hohenspeißenberg, Deutschland ) und auf der CRONOLOGO-Site : http://www.cronologo.net/pages/framartikdt.htm

     


     

    L'ORIGINE DE NOS CALENDRIERS

    par  Uwe TOPPER et  Ilya U. TOPPER
    traduction française : François de Sarre

     

      Beaucoup de gens se demandent comment notre calendrier actuel a été conçu, pourquoi les mois n'y sont pas tous d'égale longueur, et pourquoi encore le 29 février a été choisi comme jour supplémentaire quand l'année est bissextile ? Tous ces détails sans réelle importance sont le résultat d'un long processus de développement, ils masquent les véritables changements qui ont eu lieu, et que l'on retrouve si l'on prête attention aux dates. A partir de là, on peut tirer d'importantes conclusions.

     

    1) Le calendrier nordique

      En été, les Européens du Nord voient peu le ciel étoilé, seules quelques étoiles très brillantes restent visibles pendant de courtes heures. En conséquence, leurs récits sur les étoiles sont pauvres, et limités aux constellations d'hiver. En outre, les écarts importants entre lever et coucher du soleil, en cours d'année, compliquent la détermination de la durée du jour. Au nord du cercle polaire, il y a même difficulté à compter les jours. Or c'est justement là-bas que la mise en place d'un calendrier juste et précis s'est avérée particulièrement importante. " Comment compter les jours en plein été, ou au beau milieu de l'hiver ? ", se demandait déjà Procope, historien byzantin ( en "530", les dates que nous donnons entre guillemets sont à titre indicatif, elles servent à s'orienter dans le cadre chronologique conventionnel, dont s'est servi aussi Reuter ; ici, p. 18 ), qui a demandé aux Nordiques comment ils faisaient. Il apprit ainsi que le passage de l'astre solaire par la ligne du Sud ( méridien ) servait à déterminer la valeur moyenne du jour de 24 heures. Pour cela, il fallait un lieu d'observation bien précis, et des points de repères. C'est pour cela que la direction du Nord jouait un très grand rôle : quand en été le Soleil se trouve à son point le plus bas, il est minuit, et c'est le début d'une nouvelle journée. L'année elle-même commençait en hiver, quand les jours se mettaient à augmenter.

      Bède le Vénérable écrivit également que pour ses ancêtres païens la nouvelle année débutait au milieu de la nuit d'hiver, le 25 décembre ( ce qui plus tard, quand on a daté Bède de "725", s'est révélé être une erreur ; Reuter, p. 29 ). La messe païenne de Minuit, que l'on célèbre à Noël, est restée dans le culte catholique, comme la messe de Minuit dans la nuit de Pâques, avec la délivrance du feu nouveau, mais sans référence avec l'"histoire" du Christ.

      Le jour commençait donc à minuit, et l'année au milieu de la nuit d'hiver, car dans les pays nordiques la direction Nord-Sud ( méridien ) servait de point de repère fixe pour définir tout ce qui avait trait à l'espace et au temps.

      Il en allait autrement en Méditerranée. Le Grec Hipparque se plaignait qu'il lui était difficile d'observer les solstices, car le soleil ne changeait guère sa position durant la quarantaine de jours de part et d'autre du solstice. Pour les Grecs, l'équinoxe ( lever du Soleil à l'Est ) était donc la ligne d'orientation qui s'imposait, à laquelle tout était lié. Le soir ( et le matin ) étaient les références, car ceux-ci restaient pratiquement d'égale longueur, tout au long de l'année.

      L'ordonnancement dans l'espace avait des implications cultuelles : le seigneur de justice germanique entrait dans la salle en venant du Nord, et s'asseyait côté Nord ; il regardait vers le Sud, d'où venait le plaignant. L'église grecque ( basilique ) dispose l'autel à l'Est. Plus tard, l'église catholique fera murer de façon expéditive ( les chroniques en témoignent ) les entrées Nord de ses lieux de culte, puis aussi les entrées Sud ; la construction de l'abside obligeait à respecter la direction de l'Est qui, dans le Nord de l'Europe, ne pouvait être trouvée qu'en traçant une bissectrice. A partir d'un transept, on fit alors une nef, dont l'entrée était tournée à l'Ouest. Les changements dans la célébration du culte ont dû être spectaculaires. Quelques vieilles églises romanes ont encore leurs entrées au Nord et au Sud, au lieu d'avoir un portail à l'Ouest.

      Les modifications dans l'architecture firent suite aux changements de liturgie qui trouvèrent également leur expression dans le calendrier. A partir du cercle de l'année coupé en deux des Nordiques, il y eut l'émergence de la croix de l'année, découpée en quatre en raison de l'introduction de la ligne Est-Ouest ; c'est représenté de façon bien visible sur la Croix Celte, qui a encore son cercle annuel. Le jour de l'équinoxe d'automne est devenu le jour de la Croix Glorieuse, tandis que le jour où le Soleil se levait à l'est, Pâques, est devenu la fête de la Crucifixion. C'est pour cela que la détermination de l'équinoxe de printemps, en rapport avec le choix de la date de Pâques, était si importante pour l'Eglise. En revanche, les points originaux de l'année de référence, les solstices : Johanni et Jul ( Noël ), furent relégués au second plan.

      Il y a une question passionnante : Pourquoi le 1er janvier est-il le premier jour du calendrier ? Si notre année solaire remonte au calendrier nordique, comme nous le supposons, le début de l'année ( 1er janvier ) aurait dû coïncider avec le solstice ( d'hiver ), à l'époque où ce calendrier fut introduit.

     

    2) Les deux moitiés de l'année

      A l'origine, le mot allemand Jahr pour année est en rapport avec Era ( ou Ära ) en gothique, qui signifie = circonvolution, révolution. L'année était divisée en deux moitiés. On peut constater cela sur les représentations picturales les plus anciennes, dans le monde entier : un cercle, coupé en deux par une barre verticale. Aux points d'intersection, il y a les solstices. Ceux-ci portent des noms qui en disent long, et qui se surajoutent de façon étonnante : le solstice d'hiver s'appelle fête du Jul ; et c'est ce même mot qu'on retrouve dans le nom du mois de juillet. Inversement, on a le mois d'hiver : janvier, et le nom de Janus, qui correspond au dieu à deux visages, et se retrouve en été : Johanni ( "St-Jean" ). Aujourd'hui, les deux dates - fêtes du Jul et de Johanni - sont décalées de sept jours par rapport l'état antérieur, quand elles tombaient les premiers du mois. Originellement, le nom du mois vaut en effet pour le 1er jour du mois. Ainsi la "fête de mai" tombe-t-elle le 1er mai ; et de la même façon, aujourd'hui encore, les berbères marocains utilisent le nom du mois pour désigner le premier jour de chaque mois, et le dieu romain Janus symbolise toujours le 1er janvier.

      Dans une étape ancienne, alors que les solstices n'avaient pas encore été décalés d'une semaine, la fête du Jul était célébrée au Janus ( 1er janvier ), et le 1er juillet était la fête de Johanni. Les deux mots proviennent vraisemblablement d'une racine commune, mais ont deux significations bien différentes : Jan ou Johann veut dire 'année' ( Jahr en allemand, annus en latin, sana en arabe ), tandis que Jul est le nom pour 'soleil', ou pour le dieu-soleil, helios en grec, Holle en allemand, sol en latin.

      C'est de là aussi que viennent les mots Halljahr ou Jubeljahr ( année jubilaire ) en allemand, comme déformation de Jul-Jahr : ils désignent une année qui revient tous les cinquante ans. Nous la connaissons aujourd'hui dans l'Ancien Testament, c'est l'année où toutes les dettes étaient effacées ; dans l'Eglise catholique, c'est toujours l'année jubilaire où les péchés sont remis. L'origine de ce concept doit être très ancien ( déjà parce qu'une telle remise des dettes, tous les 50 ans, n'est pas imaginable d'un point de vue économique ). Il s'agissait vraisemblablement d'un Hell-Jahr ou Helios-Jahr, au cours duquel on mesurait la hauteur du Soleil, pour vérifier à nouveau, et de la façon la plus exacte, la date de la fête du Jul. Sur une année de 365 ¼ jours, il ne devenait nécessaire de corriger un jour que tous les cent ans ( plus précisément: tous les 128 ans ) : en l'occurrence, en supprimant un jour bissextile. Mais on aurait difficilement pu établir une règle d'observation, d'une génération à l'autre, en la faisant revenir une fois tous les cent ans.

      Sans doute, l'usage des feux de la St-Jean ( Johanni ), qui sont allumés aujourd'hui encore de la Suède à l'Allemagne, et jusqu'en Espagne, témoigne-t-il de cette coutume. On pouvait voir jadis ces feux allumés de loin, de village en village, de façon à faire vite connaître au continent entier la date exacte du solstice, ce qui permettait "à tout le monde" de synchroniser le calendrier. La grande réunion de l'Althing en Islande avait lieu le 24 juin ( Johanni ), et c'est au cours de celle-ci que l'on proclamait l'état du calendrier annuel, et la nécessité ou non d'intercaler un jour.

     

    3) Les trois débuts de l'année

      Le 1er janvier, début de l'année, marquait donc à l'origine le jour du solstice d'hiver. Notre première supposition ( 1977, p. 104 ) a été que l'on indiquait ainsi le moment du passage au périhélie ( point de l'orbite de la Terre le plus proche du Soleil ), mais elle s'est révélée fausse, car le périhélie se décale.

      On peut encore constater de nos jours qu'anciennement le début du printemps était fixé au 1er avril ( ce qui correspond à un solstice au 1er janvier ) .En Allemagne, c'est le début de l'année fiscale, de l'embauche des apprentis, et en France, la date du fameux poisson d'avril, que l'on connaît aussi en Allemagne.

      Dans nos calendriers, il y a deux dates aujourd'hui pour le solstice d'hiver : le 25 décembre ( en tant que fête du Jul ), et la date des astronomes : le 22 décembre. Qu'est-ce qui a provoqué cet échelonnement ? Est-ce que le solstice s'est décalé ?

      Depuis la mise en place du très précis calendrier grégorien, le solstice d'hiver ne se décale plus, il reste fixé au 22 décembre ( excepté lors d'une année bissextile, où il tombe le 21 décembre ). Dans le calendrier julien, l'année est d'environ 11 minutes plus longue que l'année solaire réelle ( année tropique ), et c'est à cause de cela que le solstice se décale dans le sens rétrograde. La différence est de trois jours en 400 ans, pour être précis : cela fait un jour entier tous les 128 ans.

      Pourquoi est-ce qu'on appelle le calendrier julien de ce nom ? Cela doit remonter à la nuit des temps ( calendrier Jul ), et signifie tout bonnement "calendrier solaire". Plus tard, ce fut César ( traditionnellement en " 45 avant J.-C. ", mais probablement au 13ème siècle ) qui imposa ce calendrier Jul à l'administration romaine, ce qui a été considéré comme sa plus grande action culturelle, en rapport avec son surnom de Julius. Mais il l'a changé de façon fort peu favorable ( voir plus bas ).

      On a même inventé un pape "Saint Jules 1er", qui aurait régné "à partir de 337", et qui aurait aussi obtenu que "l'Eglise orthodoxe décale la fête de Noël du 6 janvier au 25 décembre". Le rapport entre le nom de Jules et la fête du Solstice est ici évident. Une sainte nommée Julia, même si elle n'est pas en rapport avec le calendrier, est la seule des saintes de l'Eglise catholique à avoir été crucifiée, ce qui en fait la réplique opposée de Jésus, dont la naissance a été fixée à la fête du Jul. Il y a près d'une douzaine de jours qui sont dédiés à des "Saint-Jules", et parmi ceux-ci, le 1er juillet.

      Le deuil de Jules César a également été fixé au jour de Pâques. Et l'assassinat du grand homme aux Ides de mars ( 15 mars ) a bien été lié au début du printemps ( équinoxe ). On expliquera plus loin comment le jour du printemps a pu glisser du 25 mars ( depuis Bâle 1439, c'était le jour de la Conception de Jésus ou Annonce faite à Marie ) vers le 15 mars.

      On aurait eu dans le calendrier julien ( à cause du décalage décrit plus haut ) un solstice d'hiver décalé, durant le 15ème siècle, vers le 23 décembre ; au 14ème siècle, vers le 24 décembre, et au 13ème siècle, le 25, c'est-à-dire que la date de Noël tombant le 25 décembre est en plein accord avec le Solstice d'hiver ( appelé chez les Romains Sol invictus, le soleil invaincu ). Cela signifierait qu'au 13ème siècle cette date a été désignée de façon générale pour la dernière fois, qu'elle s'est imposée en Europe du Nord, et que par la suite elle n'a plus été changée. La différence entre cette fête fixée au Solstice, et le 1er janvier, comporte sept jours. Pourquoi ?

     

    4) Le saut de la précession

      Il y a eu dans notre ( nouveau ) modèle historique de grandes catastrophes cosmiques dans un passé récent, à cause desquelles - entre autres - un décalage dans la date du solstice a pu survenir. Les autres paramètres du mouvement de la Terre n'ont pratiquement pas changé : l'inclinaison d'environ 23° sur l'axe de l'écliptique est restée telle quelle, et la vitesse orbitale également.

      Si l'on se place au-dessus du Pôle Nord, la Terre tourne sur elle-même dans un mouvement de rotation vers la gauche, et il en est de même de la révolution autour du Soleil, également dans le sens de la gauche. Et pourtant le mouvement de précession se fait en arrière ( rétrograde ), dans le sens de la droite ( d'où également le nom de précession, qui vient de précéder ). A l'occasion d'un choc venu du cosmos, l'axe a fait un bond en arrière, d'une certaine valeur angulaire, de façon telle que le solstice ait dorénavant lieu un certain nombre de jours auparavant ( voir le modèle illustré ci-dessous ).

     

     

      Nous sommes convaincus qu'un évènement pareil est survenu plusieurs fois pendant l'Histoire de la Terre. Il reproduit le mouvement que la science conventionnelle connaît sous le nom de précession, en lui donnant la valeur d'un déplacement de l'axe continuel et imperceptible. Sans nier d'ailleurs ce mouvement, notre modèle y ajoute la possibilité de catastrophes cosmiques, qui ont fait avancer la précession par des sauts subits.

      Cela signifie d'ailleurs que la précession ne nous sert pas pour trouver des dates fixes dans la préhistoire, sauf s'il y a des témoignages historiques en relation.

      On a bien vite remarqué ce bond : le solstice suivant arrivait plusieurs jours avant la date prévue, ce qui était facile de constater en comptant les jours de l'année. Le décalage était visible aussi en observant les constellations du Zodiaque les jours de solstices, avant et après le saut. Finalement, le jour même de l'événement, le jour ( ou la nuit ) a dû être plus long(ue) d'une certaine durée, et cela aurait été retransmis dans la tradition berbère-soufie, également dans la Chanson de Roland, ainsi que dans un passage du récit de José, dans l'Ancien Testament.

      Les oscillations dans le mouvement de la Terre, qui ont eu lieu, peut-on penser, un certain temps après les catastrophes cosmiques, ont provoqué de l'inquiétude, et ont poussé les dirigeants à observer le ciel de façon plus attentive, ce qui a donné lieu au développement poussé de la connaissance astronomique, et à l'établissement d'un calendrier précis ; car, pour des raisons économiques, on ne voulait pas renoncer à la cohérence des saisons ( voir plus bas au sujet du calendrier lunaire ). Si nous donnons au calendrier julien au moins dans les 700 ans, il est clair que, malgré toutes les oscillations ( qui à l'époque de Nikolaus Cusanus, 1401-1464, étaient sans doute encore importantes ), la durée de l'année avait dû se stabiliser à long terme. Avec cette constatation, à titre d'hypothèse, nous pouvons calculer à rebours l'introduction du calendrier julien. La durée de l'année julienne coïncide pratiquement avec celle qui fut calculée par Jalali pour Malik Shah ( en "466" de l'hégire = "1074 après J.-C.", en fait voici 600-700 ans documentés ), ce qui laisse à penser qu'une stabilité longue et durable est acceptable ( Topper, EG p. 71, source Enz. Isl. ).

      Un décompte continu des années dans le cadre du calendrier julien semble ( avant 1500 ) ne pas avoir eu lieu. Presque tout ce qui a été examiné montre qu'il s'agit de dates rétro-calculées postérieurement ( voir à ce sujet Ideler, avec lequel on peut remonter jusqu'à l'an 1450 environ ). Les récits des fêtes séculaires des Romains ( qui avaient lieu tous les 110 ans, voir Altheim, vol. 3, p. 131 ) n'y changent rien, tout comme les Fêtes des Mille ans de la Ville Eternelle ( "248 AD" ) sous l'empereur Philippe l'Arabe ( idem, p. 134 ) ; car en effet, elles ont simplement un caractère littéraire ; leur classement chronologique reste incertain.

      En revanche, nous voulons considérer la fin du Cycle de Mille Ans de Joachim de Flore ( "ERA 1000" = "1260 après J.-C. ", Topper, EG, p. 144 ) comme le témoin relativement datable d'un événement cosmique, en rapport avec l'avant-dernier bouleversement catastrophique. Nous le faisons correspondre avec un déplacement de la précession de la Terre, et nous pouvons calculer une distance temporelle de 750 ans par rapport à notre présent ( voir le croquis plus bas ).

      Avec la folie millénariste, on a relié de tous temps un décompte sur la base de sept, comme allégué dans le récit oriental de la Création, puis repris dans des récits mystiques du Moyen-Age ( Topper, GA, p. 138 ) : la semaine de la Création en tant qu'échelle de la mesure du monde. Durant sept jours qui sont comme sept mille ans, le monde doit rester préservé, croient les monothéistes. Le rapport de la semaine avec la catastrophe est pour nous une indication que l'introduction de ce segment de temps comme mesure, est en rapport avec un événement cosmique. Les scolastiques ont eu leur part dans ces spéculations ( Topper, ZF, p. 126 ), et le repos du sabbat respecté de façon stricte dans la religion juive tout particulièrement : c'est Saturne qui en est le responsable, c'est pour lui faire plaisir que l'on ne doit pas faire quelque chose qui puisse se révéler dangereux, comme allumer une lumière, car il pourrait se venger de façon terrible. Le dieu romain Saturne est en outre assimilé au dieu grec Chronos, qui est compris comme étant l'image symbolique du temps. Le samedi ( en anglais, Saturday ) est le dernier des jours de la semaine de sept jours : ce n'est que le dimanche que les cultes publics peuvent à nouveau être rendus. La semaine ne commence pas avec le lundi, mais avec le dimanche, comme on peut encore le constater en portugais ou en arabe, ou lundi est le "deuxième" jour, mardi le "troisième", et ainsi de suite. En allemand, Mittwoch ( mercredi ) veut bien dire "milieu de semaine", si celle-ci commence le dimanche.

      Comme l'événement était cosmique, on conçoit aisément que le premier jour de la semaine ( Sunday en anglais, Sonntag en allemand ) était dédié au corps céleste qui avait éclairé ce saut : le Soleil. Le deuxième jour rappelle - peut-être par prudence - le corps céleste qui est le deuxième par sa brillance : la Lune, et les jours suivants ont été dédiés à diverses déités, auxquelles correspondent des planètes, comme on les trouve dans les langues romanes ( Mars, le mardi ; Mercure, le mercredi ; Jupiter, le jeudi ; Vénus, le vendredi et Saturne, le samedi, même si ce jour est souvent appelé le "septième", sabbat ).

      En allemand, le mot "Woche" pour "semaine" est à relier à "Wache" qui signifie garde, guet, comme "vigilia" en latin. Dans les langues romanes, le mot employé : semaine, settimana, semana, est en rapport avec le chiffre sept, de même qu'en arabe. Dans le latin archaïque, il n'y a pas de mot pour semaine, on utilise la construction grecque hebdomas.

      En Islande ( nous suivons à nouveau Reuter ), à l'époque païenne ( "à partir de 870" ), on comptait dans l'année : 52 semaines ( 364 jours ). C'est pour cela qu'il fallait insérer tous les sept ans une semaine supplémentaire. Cette règle, fixée par l'observation, a été introduite par Thorstein Surt dans le Westisland ( partie occidentale de l'Islande ) "vers 955", et il conseillait en outre l'observation exacte du parcours du Soleil, parce que l'insertion de la semaine supplémentaire pouvait être plus tôt. ( Ainsi, Surt connaissait la durée exacte de l'année ).

      Dans ce cas, une année comptait 13 mois, un mois 4 semaines, et une demi-année 26 semaines. Chaque mois et chaque demi-année commençaient donc par le même jour de la semaine. Cela devait être, autant que l'on puisse en juger, toujours un dimanche. Reuter pense que c'était le jeudi ( Thursday, Donnerstag ), car Thor était, comme il en est fait mention de façon irréfutable en Islande, et dans l'Edda ( Grimnismal et autres ), le dieu principal. ( Les Berbères s'en tiennent encore aujourd'hui au jeudi ). Cette année composée de semaines semble avoir été répandue dans toute l'Europe du Nord, comme beaucoup de proverbes et de charades en témoignent : l'arbre à 13 branches, dont chacune porte quatre nids ; et dans chaque nid il y a sept oisillons. Même Dürer connaît encore les 13 mois de l'année, dans un lettre écrite à Jakob Heller ( Reuter, p. 27 ).

      De multiples calendriers étaient utilisés - encore aujourd'hui dans les pays musulmans on connaît quatre calendriers ( le calendrier lunaire, le calendrier grégorien, le calendrier julien des paysans et le calendrier juif ) - ce qui était très pratique pour le commerce et les cultes, et la semaine était utilisée en tant que mesure universelle, commune à tous ces calendriers.

      Une répartition du temps en sept jours est cependant si singulière, qu'on ne peut pas l'expliquer à l'aide des concepts habituels. Au plus simple, on peut supposer qu'un événement cosmique unique - comme le décalage de 7 jours dans la marche du Soleil - a fait que certains peuples ( les Tibétains aussi, d'ailleurs ) ont accordé à cette mesure un caractère particulier, par superstition religieuse.

      Si la semaine est le résultat d'un saut cosmique, qui a décalé le calendrier de 7 jours par rapport à la date fixée par les solstices, cela signifie qu'un horizon d'étoiles en arrière-plan, décalé de sept degrés, a provoqué une arrivée précoce du solstice, avancé d'une semaine. Ainsi, le solstice d'hiver n'était-il plus au 1er janvier, mais au 25 décembre.

      Comme nous avons rétro-calculé que pour la première fois au 13ème siècle, la fête de l'hiver avait été fêtée par tout le monde un 25 décembre, c'est pour cette raison que nous tenons également pour probable cette introduction de la semaine vers "1260".

     

    5) La Réforme de Grégoire XIII

      Aujourd'hui, si l'on avait conservé le calendrier sous la même forme, et s'il n'y avait pas eu un deuxième "saut" de l'axe terrestre, le solstice d'hiver ne tomberait évidemment pas le 25 décembre, mais six jours avant. Mais ce n'est pas le cas, car le pape Grégoire XIII a décidé de supprimer dix jours du calendrier - le 15 octobre faisant suite au 4 octobre 1582 - afin de décaler d'autant toutes les autres dates de l'année. Il fit cela, nous disent les historiens, parce que, d'après les observations effectuées alors, l'équinoxe de printemps tombait le 11 mars ( ce qui correspondait à un solstice d'hiver au 12 décembre ) ; mais Grégoire XIII voulait retrouver le jour "exact" : le 21 mars, comme les Pères de l'Eglise réunis à Nicée l'avaient jadis fêté. Bien sûr, on se demande tout de suite comme il se faisait que le 21 mars était une date "convenable", et aussi pourquoi ce jour avait autrefois été choisi par les Pères de l'Eglise ( il aurait été beaucoup plus logique de choisir le premier jour d'un mois ). Apparemment, nous n'en connaissons pas la raison. Dans la perspective habituelle, le décalage de 10 jours est expliqué par la dérive qui s'est accumulée pendant 1260 années. Nous ne savons pas au juste pourquoi le solstice d'hiver avait été fixé au 22 décembre et - 300 ans auparavant - au 25 décembre, plutôt qu'au début du mois de janvier. Il doit s'agir ici d'un autre "bond" de précession.

      Ce deuxième bond a dû provoquer la dérive de dix jours calendaires, et ces dix jours ont été annulés par Grégoire XIII à l'occasion du changement de calendrier. Ce faisant, la fête païenne du Solstice, le 25 décembre, n'a cependant pas été ramenée au véritable solstice ( le 22 décembre ). Cela viendrait du manque de justesse du calendrier julien qui, en 300 ans, a pris trois jours de trop. Ces jours-là n'ont pas été corrigés par Grégoire XIII, car ils ont été considérés comme sans importance dans le contexte astronomique.

     

     

      L'important lors de la réforme grégorienne a été de rétablir la situation du calendrier, comme celui-ci avait été à l'époque de la fondation alléguée de l'Eglise.

      Dans le calendrier julien ( qui est encore en usage au Maroc et dans l'Église Orthodoxe ), le solstice d'hiver tombe maintenant le 9 décembre, ce qui est en accord avec nos calculs : environ six jours de décalage, par la faute de mauvais rajouts, et dix jours à cause du bond de l'axe terrestre, cela donne : ( 9 + 16 ) = 25 décembre.

      Ce deuxième bond, celui de dix jours, a eu lieu environ 200 ans avant l'époque de Grégoire, c'est à dire vers "1350", au moment de ce que Christoph Marx a appelé la "dernière grande touchette". Il est logique de penser que Grégoire ne voulait corriger que ce dernier décalement, vieux de deux siècles, pour rétablir la situation connue par la tradition et les documents.

      Le décalage du solstice du 1er janvier vers le 25 décembre avait eu lieu plus tôt, apparemment, et ne pouvait plus être corrigé ; la semaine s'était déjà imposée comme mesure élémentaire du temps, et la fête du Solstice d'hiver avait été fixée au 25 décembre.

      Les premiers projets concernant une réforme du calendrier avaient dû être proposés ( selon Ideler ) au Concile de Kostnitz ( Constance ) ; ils ont commencé à devenir concrets au Concile de Bâle : le cardinal Nikolaus Cusanus a proposé qu'un certain nombre de jours ( une semaine, ou plus ) soient supprimés, afin que l'on retrouve la situation calendaire antérieure. Bien que cette proposition ne fût pas acceptée et qu'aucune correction ne fût faite, on décida quand même au 15ème siècle des dates astronomiques importantes : le 13 décembre - qui était alors le jour du Solstice - fut ainsi dédié à Sainte Lucie, et c'est d'ailleurs toujours le cas. Apparemment, c'était une déesse de la Lumière ( Luz = lumière ), et le jour d'été qui lui correspond, le 13 juin, est marqué par l'un des saints les plus importants : Saint Antoine avec ses deux corbeaux ( comme Wotan )
    ( voir à ce sujet le schéma ci-dessous ).

     

     

      Si les solstices étaient fixés aux 13 des mois, alors le jour de Grégoire au 12 mars, début de l'école avec ses traditions carnavalesques païennes, devait marquer l'équinoxe de printemps. Il serait pure spéculation de penser que le pape Grégoire, celui qui a enfin réussi la réforme du calendrier, n'a reçu son nom de pape qu'en cette raison.

      Saint Georges ( c'est absolument le même que Grégoire ) est un tueur de dragons, tout comme Michel, et pour cela directement associé au contexte catastrophique.

      Et le 14 septembre en tant que début de l'automne est également marqué dans le calendrier : ce jour est consacré à la Croix Glorieuse. La Croix, le symbole de l'année...

      Les quatre points de repères se positionnent neuf jours avant les dates actuelles, elles ont donc dû être introduites environ 100 à 150 ans avant Grégoire XIII, quand la différence entre le calendrier julien et les dates astronomiques était d'un jour de moins qu'à l'époque de Grégoire. Ces saints ont été plus tard simplement repris du calendrier julien, en fonction des dates, et inclus dans le calendrier grégorien, sans faire attention à la concordance astronomique.

      Reuter rapporte aussi ( p. 20 et suivantes ) une observation bien concrète du déroulement du jour en Islande : Oddi Helgason était un observateur des étoiles qui habitait un domaine fermier sur une île au nord de l'Islande ( 66°10' ) "vers la fin du 10ème siècle", dont on a un récit dans une retransmission d'église ( en latin ) du "12ème siècle". ( Il a fallu le transposer dans le "10ème siècle tardif", car autrement il ne pouvait plus être un héros, car "en l'an 1000, l'Islande embrassa le christianisme" ).

      Ce texte se compose de trois parties, malheureusement Reuter n'en étudie que la deuxième et la troisième. La première partie "commente la nouvelle chronologie de 365¼ jours, apportée par l'Eglise", par rapport à l'année islando-norvégienne, et explique comment les vrais points de repères de l'année ( solstices et équinoxes ), utilisés dans le Nord et observés de façon correcte par Oddi, ont été décalés dans le nouveau système julien bissextile de 4 ans. La discussion est bien menée et bien pensée. La question est posée sans influence extérieure, car elle ne pouvait surgir - et n'avoir un sens - qu'au cours d'une confrontation de ces deux manières de mesurer le temps."

      Reuter l'a perçu : la question est expliquée ensuite de façon forcée. Oddi observait les repères de l'année, l'Eglise les fixait mathématiquement. Il n'en dit malheureusement pas plus sur ce point, il serait important de retrouver les sources.

      Il faudrait expliquer aussi pourquoi le prétendu "Jules" César a réorganisé le calendrier alors en vigueur, en rendant impairs une partie des mois tous idéalement longs de 30 jours. Les noms que César a donnés aux mois de la seconde moitié de l'année ( septembre = septième, octobre = huitième, novembre = neuvième et décembre = dixième mois ) sont utilisés dans pratiquement toutes les langues européennes, et également en berbère. César a décalé le Jour de l'An vers le 1er mars, début des cultures dans les champs, jour où actuellement des fêtes berbères sont toujours célébrées. Dans cette règle instituée par César, le jour supplémentaire des années bissextiles a été ajouté au court mois de février, ce qui est toujours le cas. La raison principale semble avoir été la répartition des cinq jours des Saturnales, qui de par leur caractère festif et immoral, devaient être réprimés. Les longueurs inégales des mois se sont également maintenues. Elles résultent de la répartition des fêtes Saturnales sur les différents mois, en alternant pairs et impairs, ce qui sera changé une seule fois encore, après Auguste.

      Sous le nom de Kalendas on désigne à chaque fois le premier jour du mois julien ; c'est d'ailleurs le seul mot latin à s'écrire avec un K, et donc un emprunt étranger. Cela signifie au juste "aller ça et là, tourner en cercle", c'est pourquoi aussi les derviches tourneurs sont appelés Kalender. De même, Ide ( milieu du mois ) ne devrait pas être d'origine latine ; on ne sait pas si le mot est apparenté à l'allemand (w)ieder, "à nouveau", ou à l'arabe 'id, "fête" ( de la racine 'ada, retourner ). En Italie, la date pour le Nouvel An a beaucoup varié, avant que Grégoire XIII ne la remette au 1er janvier ( jour de Janus ).

     

    6) Le calendrier lunaire

      Après une catastrophe, le calendrier solaire était tellement sens dessus dessous qu'il ne remplissait plus sa fonction. Certains peuples dans les latitudes méridionales, pour lesquels la position du Soleil n'avait, de toute façon, pas la même importance que dans les contrées nordiques, se sont mis d'accord pour faire provisoirement de la Lune la base de leur calendrier. Ainsi, la date était facile à observer, mais cela avait l'inconvénient qu'elle se décalait par rapport aux saisons : onze jours et demi, chaque année. Il fallait alors le compenser par un mois intercalaire, tous les deux ou trois ans, comme c'est encore le cas aujourd'hui du calendrier juif.

      Le calendrier lunaire arabe était autrefois ainsi fait, et l'on conférait au mois intercalaire une signification religieuse bien précise. D'après la tradition, c'est le prophète Mahomet qui mit fin à cet usage, en supprimant tout le mois, ce qu'un verset du Coran ( sourate 9, At Tawbah, 36-37 ) relate : "Dieu a ordonné qu'il y ait douze mois, et quatre d'entre eux sont saints", ce qui exclut bien entendu le mois intercalaire. A partir de ce moment-là, l'année du calendrier commença à se décaler, et c'est pour cela qu'aujourd'hui le mois de jeûne du Ramadan se promène à travers les saisons, alors qu'auparavant il correspondait à septembre, c'est à dire à un jeûne qui était une mesure simple de restriction pendant un mois de grosse chaleur et de manque d'eau : ce qu'on pourrait appeler une hibernation d'été ( c'est en septembre que le manque d'eau se faisait le plus gravement ressentir, juste avant les pluies de l'automne ). Comme l'indiquent les noms de mois arabes, le premier mois Muharram ( "le saint" ) correspondait dans le modèle pré-islamique à janvier, les deux mois Rabi' I et Rabi' II ( "printemps 1" et "printemps 2" ) à mars et à avril, et le dernier mois, Dhul Hijja ( "celui du pèlerinage" ) correspondait à décembre, d'où l'on peut aussi déduire que le rassemblement du Jul avait lieu, autrefois, également dans ces contrées méridionales.

      Le calendrier lunaire est important dans notre contexte simplement par un point : le positionnement de la fête de Pâques qui, après la fondation de l'Eglise, n'était plus fêté le jour de l'équinoxe, mais comme la Passah juive, c'est-à-dire après la Pleine Lune qui suivait l'équinoxe ( et en outre, un dimanche ). Cette règle constitue l'autre volet important de la réforme grégorienne.

      Le calcul par l'Eglise des épactes, qui détermine le cycle de Pâques, et par là-même établit une dépendance entre les calendriers lunaire et solaire, se faisait dans le Nord selon une règle simple, en l'occurrence suivant un cycle de huit ans : après 99 révolutions lunaires, au cours desquelles trois des années comptaient 13 Pleines Lunes, et les autres cinq seulement douze, la Pleine Lune tombait à nouveau le Premier de l'An. L'imprécision d'un jour et demi était compensée par l'observation, et tous les ans, les jours intercalaires était proclamés à l'occasion du Thing. Un tel rythme était également celui, à l'origine, des jeux cultuels en Grèce, qui par la suite furent tenus tous les quatre ans : moitié de huit, ce qui correspondait à 50 révolutions lunaires ( Olympiades ).

      Les Grecs, en effet, n'étaient pas intéressés par la Pleine Lune, ils avaient simplement repris cette règle. Dans le Nord, il n'y avait pas de culte de la Lune, mais c'était une pure nécessité ( comme l'écrivait Reuter, p. 34 ) de déterminer à l'avance la Pleine Lune, parce que durant les mois d'obscurité, on avait besoin de la lumière de la Pleine Lune pour les sacrifices des fêtes du Jul et de la déesse Dise ( en janvier ). La mise en place d'un calendrier précis dans le Nord avait des raisons pratiques, en l'occurrence moins pour l'agriculture que pour la pêche : les bancs de poissons suivaient des migrations régulières, et si on les manquait, on mourait de faim.

      Parce que lorsque le ciel était couvert on ne voyait pas souvent les astres, on utilisait en bord de mer un calendrier lunaire axé sur les marées, et relié au calendrier solaire.

     


     

    7) Calendriers : Table Chronologique

     

    Calendrier du Jul, jusqu'au 13ème siècle

    Calendrier solaire général de 365¼ jours : 12 mois de 30 jours et 5 ( ou 6 ) jours fériés en fin d'année. Le solstice d'hiver tombait le 1er janvier, celui d'été le 1er juillet. Des corrections étaient faites régulièrement.


     

    Avant-dernière catastrophe cosmique ( "1260" )

    Le solstice se décale et survient 7 jours plus tôt.
    Introduction de la semaine. Dans le Nord de l'Europe le calendrier compte 52 semaines.
    Dans le Latium, on fête les Saturnales.
    Les jours sont toujours décomptés de la même façon.
    La dernière date fixée pour le Solstice d'hiver dans toute l'Europe est le 25 décembre.


     

    Calendrier julien

    César édite de nouvelles règles pour les jours du mois et fait commencer l'année le 1er mars, ce qui sera changé plus tard.
    Le jour qu'on ajoute pendant une année bissextile est le 29 février ; les longueurs différentes des mois, avec le 31 décembre, restent inchangées après la modification faite par l'empereur Auguste.


     

    La dernière catastrophe cosmique ("1350" )

    Le solstice se décale d'un coup et a lieu 10 jours plus tôt : le 14 décembre.
    Fin de la civilisation des Mégalithes. Les connaissances se perdent, ainsi que la correction annuelle.
    La fête du Solstice d'hiver reste fixée au 25 décembre.
    100 ans plus tard, le solstice tombe le 13 décembre.
    1430 : Cusanus calcule l'année.
    Cusanus délimite les dates repères : 13 décembre, Sainte Lucie ; 12 mars "Saint Grégoire" ( en fait, Pâques ) ; 13 juin, Saint Antoine ; 14 septembre, Croix Glorieuse.


     

    1582 : Grégoire XIII réforme l'année.

    L'équinoxe de printemps est observée le 11 mars ( ce qui correspond à un solstice le 12 décembre ). On décide de supprimer 10 jours, afin de compenser l'effet du dernier bond de l'axe terrestre.
    Le solstice tombe maintenant le 22 décembre, le printemps commence le 21 mars.
    Ce calendrier grégorien s'est imposé dans les siècles qui ont suivi.

    Le calendrier julien demeure en usage dans toutes les Eglises orthodoxes, ainsi qu'en Afrique du Nord ; il continue à se décaler de ¾ jour par siècle ; dans ce calendrier, le solstice d'hiver tombe maintenant le 9 décembre.


     

    8) Bibliographie

    Altheim, Franz ( 1943 ) : Die Krise der Alten Welt ( 3 Bde., Berlin )

    Ideler, Ludwig ( 1826 ) : Handbuch zur mathematischen und technischen Chronologie ( 2. Vols., Berlin )

    Marx, Christoph ( 1993 ) : "Datieren vor der Gregorianischen Kalenderreform" en : Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart 3/93, S.38ff ( Gräfelfing )

    Reuter, Otto Sigfrid ( 1936 ) : Germanische Himmelskunde ( J. F. Lehmanns, Munich )

    Topper, Ilya Ullrich ( 1998 ) : "Apuntes sobre la era árabe en el contexto mediterráneo" en : "Al-Andalus - Maghreb" III, Homenaje a Braulio Justel Calabozo ( Univ. Cádiz )

    Topper, Uwe ( 1977 ) : Das Erbe der Giganten ( Olten )
    ( 1995 ) : "Eine Polsprungmythe in berberisch-sufischer Überlieferung" en : Zeitensprünge 1/95 ( Gräfelfing )
    ( 1998 ) : Die Große Aktion ( Tubinga )
    ( 1999 ) : Erfundene Geschichte ( Munich )
    ( 2001 ) : Fälschungen der Geschichte ( Munich )
    ( 2003 ) : ZeitFälschung. Es begann mit der Renaissance ( Munich )

    Wirth, Herman ( 1927 ) : Der Aufgang der Menschheit ( Jena )
    ( 1931-1936 ) : Die Heilige Urschrift der Menschheit ( Jena )

    Zarnack, Wolfram ( 1997 ) Hel, Jus und Apoll/Sonnen-Jahr und Feuer-Welle: Wurzeln des Christentums. Eine sprach- und symbolgeschichtliche Skizze ( 2000 ) : Die Geburt der Zeit in Europa ( Conferencia en Oct. 2000 en Waren ) en : Ur-Europa-Jahrbuch 2001, pag. 3-30 ( Westensee )

     

    Remerciement pour son aide fidèle à Alexander TOPPER

    Les illustrations sont d'Ilya U. TOPPER

     


     

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